Gras, Schatten und Schmerz
Wo das Gras hoch genug steht
und kein Zwielicht mehr schielt,
ausgesungen der Wind,
ausgetrocknet der Mund,
sprachlos, leg dich nieder,
in das weiche Grab der Stille,
um zu enden, zu wissen,
lausche dem Requiem der Schatten.
In der Hosentasche die Krümel
vergilbter Namen, Sämlinge
unaufgekeimter Wünsche,
ein Schlüssel vergessener Tür.
O unbegriffenes Leben,
unvollendeter Schmerz!
Schmerz, der mückenklein zittert
im glitzernden Netz der Nacht.
Wo das Gras hoch genug steht,
leg dich hin, verbirg dich,
was da rauscht, war dein,
Gras, Schatten und Schmerz.