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Der Schmerzenskelch

28.03.2018

Die Felder liegen furchenkahl,
am Rand die knorrigen Weiden,
so müssen wir es alles leiden
und hoffen auf der Rose leise Qual.

Erde gab das Herbe, das Süße,
Blumen das liebliche Licht,
du grünes Schattengesicht,
o tränenhelle Scheidegrüße.

Die Quelle wurde Eis zur Nacht,
ringsum die Binsen wie Speere,
die Träume gehen irr ins Leere,
viel Trübsal hat der Tag gemacht.

Himmel gab die Herbstzeitlose,
Wolken Sehnsuchtslicht,
Tropfen füllten das Gedicht,
den Schmerzenskelch der großen Rose.

 

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