Ich streu dir keine Blumen
Ich streu dir keine Blumen hin,
die Disteln laß ich stehen,
du mußt schon selber gehen
und pflücken dir den süßen Sinn.
Und sind die Bilder weggetaut
wie Frost auf Fensterscheiben,
gibt dir ein Grund zu bleiben,
was hinter ihnen grundlos blaut.
Ist schon vergilbt dein Lebensbild,
ist es an Gram verwittert,
du bist noch nicht verbittert,
solang dein Lied aus Klüften quillt.
Es ist der Mond in trüber Nacht,
was duftet durch die Zweige,
und geht der Duft zur Neige,
dann rötet dich die Flammenpracht.
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