Kuckucksrufe
Wie leise spricht uns weiche Geste,
das grüne Weinen alter Weiden,
das Wölken einer blauen Sage
im Veilchenduft der Sommernacht.
Wie zittern stumm die scheuen Tropfen
des Abendlichts an deinem Fenster,
und kann in Wogen Schlafs nicht tauchen
dein Schmerz wie goldgeschuppter Fisch.
Wie ist so blind und tot der Spiegel,
in dem das Auge einst getrunken
den Schimmer einer Silbervase,
in der die blasse Rose schwamm.
Wie selten hörst du noch die Rufe
des Kuckucks fern im feuchten Riede,
dein heimatloses Herz zu betten
in einer Mulde, moosumschluchzt.
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