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Leiser Sang XIII

21.06.2018

Wer näht
wenn uferlos
die Stunden driften
Blumen auf die Säume?
Wer streut
in Nachtwinds
kalten Schoß
grauer Herzen
Falten
Blüten
des Gesangs?
Die aus Urnen
unaufhaltsam
springen
Die aus Wunden
in das Dunkel
münden
Schwarze Samen
singen
Schwarze Tropfen
künden
Knospen
heller Tage
Heiltum
goldner Sage
Wasser
stummem Untergang
erweckt
engen sich in Schilf
und Silbergras
weben weicher Schäume
Muschelklang
Blauen Hügeln
taut der Rebe
Traubenschimmer
dämmernd nieder
Rotes Laub
umkränzt
den Kelch
der hohen Stunden
Wein
erglänzt
im Herbst
der trunknen Lieder

 

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