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Vom Wein der Schwermut trunken

12.03.2026

Wo Freunde lachen, plaudern, zechen,
rinnst du, ein Tropfen, stumm von Kruges Mund.
Verlassen von der Hoffnung letztem Grund,
hörst du im Dunkel Sehnsucht leise sprechen.

Wenn der Kastanien hohe Kerzen knistern,
flehst du um Morpheus, der die Fackel senkt.
Im Duft der Nacht, die Sommer dir noch schenkt,
ist dir, der Liebe weiche Lippen flüstern.

Laß, Dichter, Gegensinn dich nicht verstören.
Die zwischen Polen sprühen, kühle Funken,
sind Versen gleich, vom Wein der Schwermut trunken.
Schmeckt er auch herb, er wird uns bald betören.

Sieh, wie der Docht, indem er sich verzehrt,
die blaue Nacht der Einsamkeit verklärt.

 

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