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Der totgesagte Ort

10.06.2015

Das Kopfsteinpflaster unterm Ulmenbaum,
vom Hauch des Abends feucht.

Der weiße Wolkenball, wie fern.
Die Müdigkeit der Welt, wie nah.

Es strömt der Platz die fremde Seele aus,
vergessen wie der Fisch am Grund.

Der lange Tag ist ausgekehrt vom Wind,
ein Fahrschein liegt zerknüllt von müder Hand.

Des Menschen Teil ist hinter Jalousien
ins Flimmern fader Schrecken abgewandt.

Der Mond legt auf den totgesagten Ort
sein weißes Grabtuch nieder.

Da schneit Gebimmel durch das Blätterdach
wie eines Kirchleins ferner Zeit.

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