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Leiser Sang V

17.06.2018

Wo Wolke
Dämmer
flüchtig weht
mit goldenem Stabe
scheucht die weißen Lämmer
froher Sonnenknabe
dort verhehlt
uns Enzian
Vergißmeinnicht
und rosige Zungen
leckend nach dem Klee
nicht Gottes Plan
ein Rosenlicht
der Nacht entrungen
zu schütten auf den Schnee
dem starren Geist
in Einsamkeit vereist
die Huldin ihm zu schicken
daß eigner Tränen Glut
und hoher Liebe Blicken
ihn wieder taut
und wahrer singt das Blut
wenn er sie schaut
dort geht die Seele
nackt auf Wasser
mit der Mücke
schwebt
die funkelnde Libelle
um die grüne Stele
macht Mondes Tücke
ihre Lippen blasser
liegt sie an der Quelle
totenbleich gestreckt
hat mit goldenem Stabe
wieder sie belebt
der Sonnenknabe
der wunderliche Knabe
ins Leben sie geneckt

 

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