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Leiser Sang XII

20.06.2018

Schöne
tiefes Einst
An sanfter Wellen
grünen Säumen
da nelkenblaue Blässe
über schwarzem Grund
erzitterte
im Glockenton
der hohen Messe
Des Abends weicher Mund
selig
wenn du weinst
troff
im Schattenmoos
von hellen
und von dunklen Seufzern
wir gingen
durch den Veilchenduft
Im hohen Wingert
schon
rot behaucht
vom Lied des Pan:
ein gelber Lampion
Mond
dunstig seelengroß
wie in Caspars Träumen
Dämmernd schwebte
schilfgekost der Schwan
Äpfel schienen
Birnen Trauben
glänzender vom Kuß
des kühlen Taus
Der Nonnen
Flügel-Hauben
blähte
feuchten Winds
der Fluß
Unser war das Schweigen
das mit Sonnen-
tropfen
an letzten Blüten hing
gelber Rosen
nachtergebnes Neigen

 

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