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Das bißchen Leben

15.11.2017

An den Lippen flüchtig Hauch,
der kommt nicht weit,
verscheucht vom Wind,
doch dringe er mit einem Ach
und einem Kosewort,
mit einem Kusse dring er tief,
wenn nur ein Herz ihm auftut
seine wilde Rose.

Das dünne Purpurblatt,
ein scheues Rouge erglühten Sinns,
das von der Wange fällt,
bald, denn Frost kommt über Nacht,
doch ströme hin sein Sommerduft
bis in die weiße Nacht des Freunds
und bleibe lang an einem Veilchen treu,
das eine Freundin
in die dunkle Erde gräbt.

Und feuchter Glanz des Blicks,
den bald der Star des Alters trübt,
den Gram des Alters trocknet,
kleine Muschel berge ihn,
o weiches Wort,
und eine Träne Licht,
das einen Stern entzünde
deiner Nacht,
die weiße Margerite.

 

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