Das Licht im Dunkel
Das im Dunkel wacht, das Licht,
öffnet, wenn der Abgrund lockt,
eine Nische hellen Schlafs.
Das im Dunkel wacht, das Licht,
zeichnet gütig ein Gesicht,
das sich milde zu ihm beugt.
Das im Dunkel wacht, das Licht,
erwärmt die klamme Hand,
leise summt der Wandrer vor sich hin.
Das im Dunkel wacht, das Licht,
gibt der Liebe Tränen süßen Glanz,
wenn sie wehrlos vor ihm kniet.
Das im Dunkel wacht, das Licht,
löst versteintem Mund ein Wort,
das ihm kindlich-rein entquillt.
Keiner weiß, wie lang es brennt,
ob es selbst sich ganz verzehrt,
obʼs vor der Zeit ein Windstoß löscht.
Bin ich das Licht, bist duʼs?
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