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Hier unten

23.02.2018

Hier unten hausen keine Schatten,
kein Fluß schwemmt Schlamm ins Schilf,
kein Fährmann singt auf schmalem Boot.

Ein Vogel ruft aus kahlen Ästen
umsonst nach wildem Widerklang,
die Schwester hört ihn nicht.

Hier unten blassen keine Blumen
an Ufern hohen Schilfs, die Nacht
der Seele hat nicht Stern nicht Duft.

Ein Flügel kehrt aus leeren Gängen
Schnipsel grauer Asche, Asche
sang den Threnos ohne Reim.

Hier unten lauschen keine Schatten
an Ufern weißen Sands, ob die Woge
Seufzer der Geliebten bringt.

Ein Hund bellt manchmal dunkel,
als wäre er verstoßen, sein Herr
weilt fern im hohen Licht.

 

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