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Leben ohne Grund

03.01.2018

Schimmer zwischen Blättern bloß,
doch ward die Frucht schon Traum,
die Höhe kahl und sternenlos
und Wasser schwillt am bangen Saum.

Flüstern, Geist im dürren Gras,
Nacht steht hoch um Mund und Lied,
Lied zerspringt wie zartes Glas,
roter Mond im dunklen Ried.

Gurren, Federn trudeln weich,
Wimpern zittern schon um Licht,
Veilchenlippe ist noch bleich,
Herz der Liebe kennt sich nicht.

Glocken, Wald und Blume schwingt,
Kinder laufen mit dem Hund,
jauchzen, wenn die Flamme singt –
ah, schönes Leben ohne Grund!

 

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