O ihr Wellen, trinkt
O Wellen, über mich, ihr getreuen,
über mich, und schon zur Stille
sinkt das laute Herz,
ihr nur, ihr kühlt den Schmerz,
der mit der Sonne zehrte
den Kuß der lauen Lüfte,
lähmte die weiche Hüfte,
den Gang am Lebensstrom,
entkernte die reife Frucht.
O Wellen, eure dunkle Flucht
hebt mich aus Lichtes Qual
auf Schlafes blauen Sand,
in das Niemandsland,
wo sanfte Geister
mit dem Schattenmunde
küssen der Seele die Wunde,
und der Totensonne Mohn
nimmer versinkt,
o ihr Wellen, trinkt,
ihr Wellen, trinkt.