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Stanzen über den versunkenen Ort

30.09.2016

Der Kiesel Schimmerspur und stille Räume
erschließen sich der Ahnung noch, hoch streift
ein Düsenjet der Wolken weiße Schäume.
Und eines Vogels Schatten, der ans Herz dir greift.
Hier gingst du oft, hier standen Eichenbäume,
die längst unfrommes Walten hat geschleift.
Nun glänzt die Frucht ungreifbar wie Gefunkel
des fernen Sterns, den Ort hüllt Heckendunkel.

Du warst im Nirgends allem Ursprung ferne,
da Namen lieblos, Liebe namenlos
sich wirrten. Asche löschte Blütensterne,
und Asche ward des Blumenwortes Schoß.
Der Kindheit helle Prozessionslaterne
erlosch mit deiner Eichen frommem Moos.
Nun mußt du beten, daß ein Gott entbinde
den toten Ort aus deiner Seele Rinde.

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