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Verwaiste Zeichen

22.01.2018

Über dem Schneefeld
bleicht
der schmale Himmelsstreif.

Verwaiste Zeichen
starren da und dort,
dunkle Steine.

Ein harter Wind
klirrt unwirsch
durch leere Stoppeln.

Unkenntlich die Marken,
die Pfade verweht
von weißem Staub.

Der blaue Fries des Abends
splittert ab
wie spröde Fayence.

Auf die schwarzen Fliesen
der Nacht tropft
aus leckem Eimer Milch.

Zwischen Einst und Jetzt
zittern Traumes
bange Wimpern.

Das in der Tiefe seufzt,
Wasser der Wehmut,
fand keinen Mund.

 

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