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Zwischen Erde und Himmel III

01.12.2017

Trockenes Blatt,
runzliges Wort.

So sage,
sage dem Herbst dich ab
vom zweifelnden Ast.

Der Hand entflatterter Wunsch,
umfiedertes Pochen,
er stieg, er stieg,
eine zuckende Wimper
verlor sich im Blau.

Brich barfuß denn auf,
Bote der Trunkenheit
vom nächtlichen Tau.

Dem Dunkel erglänzte Frucht,
Fleisch gewordenes Blühen,
sie fiel, sie fiel,
ein schimmernder Kuß
verlor sich im Grund.

So singe,
singe dem Frühling dich zu
ins wissende Licht.

Atmendes Blatt,
grünendes Wort.

 

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