Terzinen von den späten Stunden
Es neigen sich, es münden unsre Stunden,
wenn Schatten blasse Abendsonnen längen,
es öffnen sich wie Blumen alte Wunden,
und abgelebter Zeiten Düfte drängen
den müden Geist, ein wenig noch zu lauschen,
ob Regen fällt mit weichen Traumgesängen,
ob in den grauen Birken Geister rauschen.
Kann Heiterkeit aus Abschiedsliedern quellen,
wenn Wein und Myrte wir mit Mohn vertauschen?
Kann dunkle Stunde uns ein Bild erhellen,
der sanfte Hirt mit den geborgnen Lämmern,
des Engels Harren auf den Veilchen-Schwellen?
O Gnadenbild, wenn späte Stunden dämmern.
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