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Die schwesterliche Helle

10.07.2018

Draußen hast du lang gewacht
doch dein Stern
ging nicht auf
zwischen bleichen Lidern
toter Wolken
So bist du kommen
über meine schmale Schwelle
und legtest deine Nacht
den leeren Kern
in die ärmlich aufgeglommen
die schwesterliche Helle
O träume nur die leisen Stimmen
letzter Scheite
seufzendes Verglimmen
bis des Morgens dumpfer Kiel
im blauen Treibeis kracht
deines Rätsels Fahne
ruft in hoffnungslose Weite
Nimm den Ring
er ist noch warm
von meinem Blut
wirf ihn
siehst du schon das Ziel
beschneit von einem Schwane
in die salzige
immer trostlos schäumende
Meeresflut

 

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