Verklärter Abschied
Laßt uns das Leben, diese Fetzen weißen
Gewölks, ins Blau der Nächte schmelzen, laßt uns
wie Wein aus schlanken Glaskaraffen schimmernd
sein letztes volles Tönen festlich gießen
in Lieder honigdunklen Überquellens,
was Abschied uns verklärt in blaues Sehnen,
blüht an der blanken Schwelle, stumm ein Veilchen.
Es sei uns alles unverloren, Tränen
und Muscheln, jene Seufzer, sie zu bergen,
die Perlen, ihres weichen Leids Erstarren,
sie seien alle festlich eingeschmolzen
von abendrötlich aufgeblühten Flammen
in eines Lebewohls entrücktes Winken,
der weißen Hyazinthen Traubenglimmen,
schon singt, die alles tröstet, alles stillet,
Musik der Tropfen, warme Regenklänge,
die Dächern flaumumschoßtes Schlafen spenden,
an Halmen Käfern spätes Licht entzünden,
der Liebe Kuß um trunkne Blätter fädeln,
wo aber dunkelt Buchs und weinen Weiden,
am Stein erwecken sie die toten Namen.
Comments are closed.