Bis ein Falter zittert
Streck nur aus die grüne Seite,
die dein Wort ins Lichte wölbt.
Das verbrannte Seelenblatt
schieb der Erde in den Mund.
Nur was du behüten magst,
laß auf deiner Wiese weiden.
Deiner Zweifel ungehörntes Lamm
halte still im treuen Pferch.
Nur wenn Träumen kochen mag,
wird aus Früchten Saft.
Deiner Ängste Kellerknollen
laß nur treiben bleiche Sprossen.
Hör, die Raupe schmatzt im Dunkel,
ihr Gedärm wird Lichtkristall.
Kaue deine Wünsche wieder,
bis ein Falter auf der Lippe zittert.