Flaum der Sommernacht
Alkäische Strophe
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Wenn vager Küsse Tropfen ins Dunkel haucht
die Dämmerung, der Vogel der Nacht schon klagt,
sein Rufen aber weckt mir jählings
hellere Nächte herauf, umflockte,
als weiße Samenfäden das Gras entsandt
ans Ufer des Sees, sie flirrten im Haar dir nach,
der Locken sanften Wehmutflammen,
seufzten die Wellen im Traum nach Blüten.
Ein weißer Schwan schwebender Anmut schwamm
aus Schilfen aufgeblätterten Schlafs uns ans
erschrockne Herz der Wildnis Hoheit,
Schaum auf dem Wasser blieb unser Zeichen.
Wo ging mein Sommer hin, und der helle Flaum
der Sommernacht, verschluckte ihn trüber Tang?
Wie Tropfen wurden Dunst die Küsse,
freudlos gewahr ich des Teiches Schwäne.
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