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Quellen grüner Nacht

19.01.2019

Ihr gabt der Seele Scheinen,
Blüten blauer Nacht.
Nährt dich denn kein Weinen,
schauervolle Macht?

So langsam rollt der Mond
auf Schattenhügeln hin.
So langsam brennt der Docht
zu Ursprungs dunklem Sinn.

Ihr gabt dem Liede Schimmer,
Quellen grüner Nacht.
Weiß ich euch denn nimmer
Veilchen küssen sacht?

So rasch versinkt der Mond
in wirrem Traumgerank.
So rasch verlöscht der Docht,
der Lust aus Waben trank.

 

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