René Guy Cadou, Louisfert
Pieds nus dans la campagne bleue, comme un Bon père
Qui tient sa mule par le cou et qui dit des prières
Je vais je ne sais rien de ma vie je vais
Au bout de tout sans me soucier du temps qu’il fait
Les gens d’aujourd’hui sont comme des orchidées
Drôle de tête et les deux mains cadenassées
Je marche dans le jour épais d’avant midi
Pauvre fils de garce qui n’en a pas fini
De mener ses chevaux sur la route sans ombre
Qu’a grand’hâte et soif et ne salue personne
Car j’aime ce village emmuré de forêts
Et ses très vieilles gens comme des pots de grès
Qui tendent leur oreille aux carrefours des routes
Avec des mouvements qui font croire qu’ils doutent
J’ai choisi mon pays à des lieues de la ville
Pour ses nids sous le toit et ses volubilis
Je vais loin dans le ciel et dans la nuit des temps
Je marche les pieds nus comme un petit enfant.
Louisfert
Barfuß in der blauen Landschaft, wie es Väterchen behagt,
der sein Maultier um den Hals faßt und Gebete dabei sagt.
Ich gehe, ich weiß nichts vom Leben, ich geh ans Ende
der Welt, gleichgültig, wieviel Zeit ich dafür verschwende.
Die Leute gleichen heute Orchideen, putzig umwunden
sind ihre Köpfe, doch beide Hände sind festgebunden.
Ich gehe durch des Vormittags dichtes Licht,
ein armer Hurensohn, der ließ davon nicht,
mit seinen Pferden auf die schattenlose Straße zu schlüpfen,
in großer Eile, durstig und ohne den Hut zu lüpfen.
Denn ich liebe dieses Dorf mit seinen Mauern aus Eichen
und die uralten Leutchen, die Tontöpfen gleichen,
die ihr Ohr nach der Straßenkreuzung hindrehen,
mit einem Ausdruck, als würden sie nicht recht verstehen.
Ich mochte meine Heimat schöner als alle Städte finden,
wegen seiner Nester unter den Dächern und seiner Ackerwinden.
Ich gehe weit in den Himmel und in die Gewitternacht,
ich gehe wie ein kleiner Junge, barfuß und unbedacht.
Anmerkung:
Louisfert ist ein kleiner Ort in der westlichen Bretagne in der französischen Provinz Pays de la Loire. René Guy Cadou wohnte hier im Haus der Schule, in dem er auch unterrichtete. In Louisfert verbrachte der Dichter seine letzten Lebensjahre, im Kontakt mit einigen Freunden und in Liebe verbunden mit seiner Frau Hélène, bevor er allzu früh im Jahre 1951 verstarb.
Näheres siehe unter:
https://fr.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Guy_Cadou