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Still ist Betrachtung

07.08.2016

Still ist Betrachtung,
wenn das Gras sich lichtet
über dem Stein mit der Inschrift.

Auch wenn überwuchert das Grab
und unlesbar von Lehm ist der Name,
die Quelle drängt in der Nacht.

Und so wird lesen lieben,
zu küssen mit leerem Blick
die schlafenden Lider.

Dann hat die Stunde Genüge
am Leuchten geborgener Frucht,
am Winken vergehender Schatten.

Wiederkehr ist unter Sternen
stehen mit wehendem Haar,
in den Händen brennende Zungen.

Die Stille schenkt nur ein Gott,
der unter der Rinde der Zeit mitwuchs,
genährt vom Gebet der Tränen.

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