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Terzinen von den Schatten

09.10.2017

Behaust von Wind, Gezweig, und zwittrig umsponnen
von klebrigen Fäden hohlen mondeskalten
Starrens. Geister sind zum Lied geronnen,

und haben nicht Mund nicht Hauch. Ins Leere gehalten
die Wolken, die Wasser, die fiedrig aufgeblitzten
Blüten, blind, verblassend, enflockte Falten,

von Messern des Lichts die schimmernd geritzten,
die Worte, Lippen, Worte, o und die Wangen,
die nur von Locken Ariels beschützten,

von Trauben seiner gläserner Küsse behangen,
und Schattenschnäbel haben sie aufgepickt,
ihr Nachtigallen, die zu den Schatten gegangen –

sanft hat euer Lied die Liebenden entrückt.

 

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