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Terzinen von der Vollkommenheit des Lebens

11.08.2017

Wir müssen nicht ins Uferlose drängen
und nach Chimären greifen, die wie Blasen
geschäumten Meers an Thules Zweigen hängen,

wenn Abend dämmert um die Messingvasen,
in denen schlichte Nelken rötlich scheinen.
In Wohllauts Dunkel sterben die Emphasen.

Wir müssen nicht um Unsagbares weinen
und sanfte Augen wie durch Schleier sehen,
als könnte Zwielicht uns und Schatten meinen,

wenn Wein und Becher auf dem Tische stehen
und wie geteiltes Brot uns Worte freuen.
Wir wollen leise unter hohen Bäumen gehen

die Krumen auf dem Weg den Vögeln streuen.
Wir brauchen nichts, da sich die Tage ründen,
es kehrt das Licht der Blüten den Getreuen.

Uns tönen Wolken, die ins Blaue münden.

 

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