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Wohnen unter Sternen

12.01.2019

Aus Löchern dumpfen Hausens flattern
die Fransen abgeschnittenen Traums
wie von der Schere graues Haar.

Die aber weilen hell und heiter
in Nestern über Windes Halm,
die zarten Meister des Gesangs.

In Odems Spalte eingesunken
verdunkeln sich das Himmelsblau
Gespenster ihres toten Tags.

Doch haben Wohnen unter Sternen,
die Flammenlied zum Tanz behaucht,
Geweihte einer hohen Nacht.

Die Erdentrückten aber zeigen
aus Masken wächsernen Gefühls
sich schwarze Zungen mit dem Wort.

Die unter dunklen Krumen glänzen
wie Veilchenaugen voller Tau
wiegt eines weichen Schweigens Hauch.

 

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