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Stéphane Mallarmé, Renouveau

24.09.2026

Le printemps maladif a chassé tristement
L’hiver, saison de l’art serein, l’hiver lucide,
Et, dans mon être à qui le sang morne préside
L’ impuissance s’ étire en un long bâillement.

Des crépuscules blancs tiédissent sous mon crâne
Qu’un cercle de fer serre ainsi qu’un vieux tombeau
Et triste, j’erre après un rêve vague et beau,
Par les champs où la sève immense se pavane

Puis je tombe énervé de parfums d’arbres, las,
Et creusant de ma face une fosse à mon rêve,
Mordant la terre chaude où poussent les lilas,

J’attends, en m’abîmant que mon ennui s’élève…
- Cependant l’Azur rit sur la haie et l’éveil
De tant d’oiseaux en fleur gazouillant au soleil.

 

Erneuerung

Der sieche Frühling verjagte, welch ein trister Bescheid,
den Winter, Blütezeit heiterer Kunst, Winter, den hellen,
in meinem Wesen, gespeist aus blutgetrübten Quellen,
räkelt sich die Ohnmacht und gähnt lang und breit.

Es zieht von weißer Dämmerung mir unter der Kalotte,
die wie ein altes Grab ein Eisenring umschnürt,
und traurig irr ich, von vagem, schönen Traum entführt,
über die Felder, wo der Saft tanzt, jedem Takt zum Spotte,

dann falle ich, entnervt vom Duft der Bäume, müd,
und da ich mit dem Gesicht meinem Traum eine Grube wühle,
in die warme Erde mich krallend, wo Flieder blüht,

warte ich, sinkend, daß hinan sich sehnen meine Mißgefühle …
Doch der Himmel grinst nur über die Hecke und das Erwachen
all der Vögel im Flor, die zwitschernd sonnenwärts lachen.

 

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