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Terzinen vom verwahrlosten Kreuzweg

26.08.2017

Die Bilder sind verblaßt und eingefallen,
des Kreuzwegs hohe Zeichen eingesunken,
verschabt von der Verachtung dumpfen Krallen.

Dem König reinen Herzens, der getrunken
für sie des Vaters Tränenkelch, den bittern,
hat gähnend wüster Pöbel abgewunken.

Die Jünger in Gethsemane verwittern,
das Kreuz, es ragt so einsam in die Leere,
und den Marien, die in Demut zittern,

weil Blitze lichteten des Grabsteins Schwere,
zerfraß Motorengas des Lächelns Blüten.
Des Engels Locke schnitt die rohe Schere.

Ihr Herzen wo, die hier im Wunder glühten?

 

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