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Was uns beglückt

30.03.2026

Was uns beglückt, ein Lächeln, kaum bewußt,
die Heiterkeit des Lichts, wenn goldnen Lauben
ein Schneegeflock entsinkt von Turteltauben,
ein Vers wie roter Vollmond im August –

wenn Sommernacht und ferner Gärten Hauch
den Wunsch weckt, nackt zum Fluß hinabzugehen,
wir zart gepreßt im Psalter Blüten sehen
und über Ahnengruften blauen Rauch.

Und ist da manches auch, was uns verdrießt,
des Demos Wahngeschrei, verhetzte Meute,
daß grober Hand die Anmut wird zur Beute,
wenn ihre Knospe zögernd nur sich schließt –

uns machen noch im trüben Spiegel Funken,
die feuchten Blicke Mnemosynes, trunken.

 

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