Skip to content

Charles Baudelaire, Chant d’automne

03.11.2026

Bientôt nous plongerons dans les froides ténèbres;
Adieu, vive clarté de nos étés trop courts!
J’entends déjà tomber avec des chocs funèbres
Le bois retentissant sur le pavé des cours.

Tout l’hiver va rentrer dans mon être: colère,
Haine, frissons, horreur, labeur dur et forcé,
Et, comme le soleil dans son enfer polaire,
Mon coeur ne sera plus qu’un bloc rouge et glacé.

J’écoute en frémissant chaque bûche qui tombe;
L’échafaud qu’on bâtit n’a pas d’écho plus sourd.
Mon esprit est pareil à la tour qui succombe
Sous les coups du bélier infatigable et lourd.

II me semble, bercé par ce choc monotone,
Qu’on cloue en grande hâte un cercueil quelque part.
Pour qui? — C’était hier l’été; voici l’automne!
Ce bruit mystérieux sonne comme un départ.

 

Herbstgesang

Bald tauchen wir hinab in kalte Dunkelheiten.
Adieu, pulsendes Licht der Sommer, die so kurz!
Schon höre ich ein Fallen von todgeweihten Scheiten,
das Pflaster der Höfe hallt bei einem jeden Sturz.

Der ganze Winter kehrt ins Herz zurück: Grollen,
Haß, Schauer, Schrecken, harten Frons erzwungener Fleiß,
und wie Sonnen, die in der Polnacht Hölle rollen,
ist mein Herz nur noch ein roter Brocken Eis.

Hör ich, wie die Scheite stürzen, erfaßt mich Schauer.
Zieht hoch man ein Schafott, ist dumpfer nicht der Klang.
Mein Geist gleicht eines Turmes schwanker Mauer,
die unterm Stoß des Rammbocks, der nie schläft, schon sprang.

Mir scheint, von solchem monotonen Schlag benommen,
man nagelt fern an einem Sarg in großer Hast.
Für wen? – Gestern war Sommer, Herbst, er ist gekommen!
Dieser unheimliche Lärm, er klingt nach Abschied fast.

 

Comments are closed.

Top