Gischt von Thule
An Oleanderblüten ging ich hin,
Sonnen, die schon in das Dunkel sanken.
Den Efeu sah ich um die Gaube ranken,
wie falbes Haar umwölkt ein spitzes Kinn.
In ihrem Zimmer blakte trüber Schein
von einer Kerze. Schatten, o dies Wogen
hat mir das Mark, das fühlte, ausgesogen,
ein Taggespenst ward wurzellos mein Sein.
Ich wandelte, ein dumpfer Somnambule,
und kam ans Tor, wo auf dem Schemel saß
der Dorfidiot und heiter vor sich lallte.
Wär ich wie er, der alles gleich vergaß,
dem jedes Wort erlosch wie Gischt von Thule,
die Bilder auch, daß keins ins Herz sich krallte.
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