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Stéphane Mallarmé, Les fleurs

23.09.2026

Des avalanches d’or du vieil azur, au jour
Premier et de la neige éternelle des astres
Jadis tu détachas les grands calices pour
La terre jeune encore et vierge de désastres,

Le glaïeul fauve, avec les cygnes au col fin,
Et ce divin laurier des âmes exilées
Vermeil comme le pur orteil du séraphin
Que rougit la pudeur des aurores foulées,

L’hyacinthe, le myrte à l’adorable éclair
Et, pareille à la chair de la femme, la rose
Cruelle, Hérodiade en fleur du jardin clair,
Celle qu’un sang farouche et radieux arrose !

Et tu fis la blancheur sanglotante des lys
Qui roulant sur des mers de soupirs qu’elle effleure
A travers l’encens bleu des horizons pâlis
Monte rêveusement vers la lune qui pleure !

Hosannah sur le cistre et dans les encensoirs,
Notre Dame, hosannah du jardin de nos limbes !
Et finisse l’écho par les célestes soirs,
Extase des regards, scintillement des nimbes !

Ô Mère qui créas en ton sein juste et fort,
Calices balançant la future fiole,
De grandes fleurs avec la balsamique Mort
Pour le poète las que la vie étiole.

 

Die Blumen

Am ersten Tag floß vom alten Himmel goldener Brand,
und vom Schnee, ewig schimmernd mit den Sterngefährten,
hast einst die großen Kelche du herabgesandt
zur Erde, der jungen, vom Fluch des Unheils unversehrten,

die Gladiole blaßgelb, schlanken Halses wie ein Schwan,
den göttlichen Lorbeer von Seelen, der Heimat verloren,
wie eines Seraphs reiner Zeh, purpurn-diaphan,
aus Scham gerötet über die ausgetretenen Auroren,

die Hyazinthe, die Myrte mit dem lieblich schreckenden Schein
und, ganz wie das Inkarnat der Frau, die Rose,
die grausame, Herodias als Blume im hellen Hain,
die ein Blut bespritzt, Lichttropfen, zügellose!

Und du hast erschaffen der Lilien schluchzendes Weiß,
über Meere von Seufzern, die es kaum berührt, zu hetzen,
das durch blauen Weihrauch, fahlen Fernen zum Preis,
träumerisch zum Monde steigt, den Tränen netzen!

Hosianna mit Sistrum und Becken von duftendem Dunst,
dir Madonna, Hosianna aus unserer Vorhölle Lauben!
Verklinge in seligen Abendstunden das Echo der Kunst,
in der Blicke Verzückung, der Aureolen Strahlenhauben!

O Mutter, du schufst in deinem gerechten und starken Schoß
Kelche, die schon der kommenden Zeiten Phiole wiegen,
große Blumen, auf daß Balsam werde der Todesstoß
für den müden Dichter, dem die Lebensadern versiegen.

 

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