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Du bist so still

09.02.2016

„Du bist so still. Bist mir noch lieb?“

Alles entspringt, und die Glocke singt
ihr altes Morgenlied
vom Erstaunen der Menschen,
vom Ergrünen der Bilder.

„Du bist so still. Was ist dir, mein Kind?“

Was entsprang, ging seinen Gang,
den verschlungenen Pfad,
dem der liebende Schritt
folgt bis ins Abendlicht.

„Du bist so still. Schläfst du schon?“

Alles verrinnt, und der Regen singt
sein altes Wiegenlied
vom Verstummen der Menschen,
vom Verlöschen der Bilder.

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