Hier, wo wir Masken tragen
Hier, wo wir einander nähren
mit dem Salz der Tränen,
mit der dünnen Suppe
durchgeseihten Leids.
Hier, wo wir Masken tragen
von den Tieren, und du weißt nicht,
blickt ein Löwe jetzt mit deiner Glut,
beugt dich eines Lammes weicher Hals.
Hier, wo uns die Hunde
mit dem Lichterhalsband führen,
und wir bittre Samen picken
aus des Sittichs Trillern.
Hier, wo wir im Gestrüpp
der Wünsche uns verheddern
und zur Schlange betteln
um die Düne warmen Schlafs.
Hier, wo wir ins Geschrei der Stare
werfen, wenn es im Efeu wogt,
den weißen Kiesel
glatt geschabter Liebe.
Hier, wo wir uns von Larven leihen
den Hunger auf das Grün
und nach Verwandlung zittern,
wenn wir zur Puppe sind erstarrt.
Hier, wo wir mit des Falters
zartem Rüssel in den Mund uns senken,
den uns, ein sanftes Feuer,
der Mohn entgegenstreckt.
Hier, wo wir einander nähren
mit dem Salz der Tränen,
mit der dünnen Suppe
durchgeseihten Leids.